Sicherheitsfirma wurde Opfer eines Website-Hijackings – Ursache lag in kompromittiertem WordPress-Plugin
In den vergangenen Tagen wurde unsere Website Ziel eines gezielten Hijackings. Angreifer nutzten eine Sicherheitslücke in einem weit verbreiteten WordPress-Plugin aus und konnten so zeitweise unerwünschte Inhalte erzeugen und veröffentlichen. Betroffen war das Plugin „Yoast Duplicate Post“, das normalerweise zum schnellen Duplizieren von Beiträgen eingesetzt wird.
Wie es zu dem Angriff kam
Die Schwachstelle ermöglichte es Unbefugten, unter bestimmten Bedingungen neue Beitragsentwürfe anzulegen oder bestehende Inhalte zu kopieren und abzuändern, ohne gültige Benutzerrechte zu besitzen. Die Angreifer missbrauchten dieses Verhalten und erzeugten automatisiert eine Vielzahl von Posts, die weder unserem Unternehmen noch dem Zweck der Website entsprachen.
Es handelte sich nicht um einen klassischen Hack, bei dem Server oder Datenbanken vollständig kompromittiert werden. Stattdessen wurde eine Kombination aus Plugin-Funktion und einer externen Automatisierung genutzt, um unsere Site mit unerwünschten Beiträgen zu fluten.
Welche Daten betroffen waren
Wichtig festzuhalten:
Es wurden keine Kundendaten entwendet, keine Zugangsdaten kompromittiert und keine geschützten Systeme manipuliert.
Der Angriff beschränkte sich ausschließlich auf die Manipulation von Beiträgen innerhalb des WordPress-Backends.
Die Datenbankstruktur, Benutzerkonten sowie alle sicherheitsrelevanten Systeme blieben intakt.
Unsere Maßnahmen nach dem Vorfall
Unmittelbar nach Entdeckung des ungewöhnlichen Verhaltens wurden folgende Schritte eingeleitet:
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Das Plugin Yoast Duplicate Post wurde deaktiviert und aus dem System entfernt.
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Die betroffenen Beiträge wurden vollständig aus der Datenbank bereinigt.
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Die Log-Dateien wurden ausgewertet, um das genaue Angriffsverhalten nachzuvollziehen.
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Die WordPress-Installation wurde gehärtet, unnötige Funktionen wurden deaktiviert und Sicherheitsregeln verschärft.
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Zusätzlich wurden serverseitige Schutzmechanismen erweitert, um ähnliche Muster künftig abzufangen.
Im nächsten Schritt führen wir eine umfassende Überprüfung sämtlicher Plugins durch und ersetzen veraltete oder potenziell verwundbare Erweiterungen durch sichere Alternativen.
Was wir daraus lernen
Dieser Vorfall zeigt eindrucksvoll, dass selbst etablierte Plugins – insbesondere wenn sie selten aktualisiert werden oder Funktionen mit weitreichenden Rechten besitzen – ein Risiko darstellen können.
Wir setzen künftig noch stärker auf:
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Minimalprinzip bei Plugins
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Prüfung von Codequalität und Update-Historie
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Strengere Zugriffskontrollen
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Regelmäßige Sicherheits-Audits
Die Sicherheit unserer Systeme hat oberste Priorität, und jeder Vorfall ist eine Gelegenheit, Prozesse weiter zu verbessern.
Abschließende Einschätzung
Der Hijacking-Versuch konnte zügig identifiziert und vollständig bereinigt werden. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für personenbezogene Daten oder geschützte Informationen. Die betroffene Schwachstelle ist geschlossen, das System aktualisiert und die Überwachung weiter verstärkt.
Wir informieren transparent über diesen Vorfall, weil IT-Sicherheit nicht nur aus Firewalls und Verschlüsselung besteht, sondern auch aus Offenheit, Lernbereitschaft und kontinuierlicher Verbesserung.

